Der Ursprung von Shiatsu findet sich in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Die Philosophie der asiatischen Medizin ist zurückzuführen auf die Lehren des Taoismus, wonach das gesamte Universum - und somit jeder Mensch, jedes Tier und alle Pflanzen - von Lebensenergie (chinesisch: Chi, japanisch: Ki) durchströmt wird.
Durch innere und äußere Einflüsse können Disbalancen von Chi/Ki auftreten. Dies bedeutet dass die Lebensenergie, die den Körper durchströmt und auf der Haut in speziellen Körperbahnen- den Meridianen - fließt, in ihrem Fluss behindert ist. Shiatsu heißt übersetzt "Fingerdruck" (Shi =Finger, Atsu = Druck).
Es ist eine rein manuelle Körpertherapie mit dem Ziel Energieblockaden zu lösen, und dadurch das körperliche und seelische Gleichgewicht wieder herzustellen. Dies wird bei der Behandlung durch Dehnungen der Meridiane und sanften Druck auf den darauf befindlichen Tsubos = "besonderer Punkt" (Akupunkturpunkte) erreicht. Shiatsu wird bei akuten und chronischen Beschwerden, sowie begleitend bei psychosomatischen Erkrankungen angewandt.
Während der Behandlung wird die Atmung vertieft und dadurch der Stoffwechsel und die Durchblutung angeregt; dies wiederum führt zu vertiefter Entspannung und Stressabbau. Ein Patient, der über einen längeren Zeitraum hinweg Shiatsu bekommt, schult innere Achtsamkeit und steigert seine Körperwahrnehmung.
Ich selbst empfinde Shiatsu gerade in unserer Zeit - in der wir ständig neue Eindrücke und Informationen sammeln - wichtig, um sich zu zentrieren. Durch die Verbindung zu unserer inneren Mitte erhalten wir wieder Zugang zu unserer Quelle: unserer Intuition und Lebendigkeit.